Wie die Franken nach Oberbayern kamen und dort an der diesjährigen Ausfahrt des Capri Team Weilheim-Schongau teilnahmen, berichten hier die Rümlers und die Handkes.
Harald aus Zell am Main in Unterfranken las mal wieder fleißig die Capri aktuell, die er als Mitglied des CCD regelmäßig bekommt. Dabei interessierte er sich sehr für die Ausfahrten, die als Artikel darin zu finden waren. So fasste er den Entschluss, mit seiner Frau Sandra Augen und Ohren offen zu halten, wann wieder eine solche Tour ins Haus steht. Ewald, auch Mitglied des CCD, und Kathrin aus Mittelfranken waren gleich mit dabei, die Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Wir vier gehören zu den Capri-Freunden rund um Würzburg.
Auf der Messe Klassikwelt Bodensee im Mai sprach Harald Wolfgang Stein vom Capri Team Weilheim-Schongau darauf an und bat darum, den Franken den Termin für ihre Ausfahrt weiterzugeben, sobald dieser bekannt ist.
Am Tag der Einheit in den Süden
Später in Gangkofen beim Treffen der Capri Freaks Bayern wurde nochmals nachgefragt und Wolfgang hatte zwischenzeitlich an Toni Feßler weitergemeldet, dass die Franken großes Interesse an der Ausfahrt haben. Toni hat dann, nachdem er mit Hilfe seiner Frau Ruth alles geplant hatte, den Termin, Tagesablauf und so weiter durchgegeben. Harald und Ewald haben mit Unterstützung ihrer Frauen ihrerseits Campingstellplatz, Zeit der Anreise und das Verladen der Capri auf die Hänger organisiert.
Am Freitag, 3. Oktober, ging es für die Unterfranken um 7 Uhr los in Richtung der A7. Auf einem Parkplatz bei Rothenburg ob der Tauber warteten die Mittelfranken. Mit beiden Gespannen fuhren wir dann gemeinsam den Rest der Strecke bis zum Campingplatz „Via Claudia“ in Lechbruck am See. Wohnmobile abstellen, Autos abladen und alles einparken. Dies wurde von den Nachbar-Campern mit großem Interesse verfolgt, man sieht heute nicht oft zwei Capri auf dem Campingplatz.
Abends trafen wir uns noch mit Toni, der im benachbarten Steingaden lebt, zu einem Plausch. Eine fränkische Vesper und Federweißer rundeten den Abend ab.
Am folgenden Morgen ging es dann los. Wir fuhren nach Steingaden, wo Toni schon auf uns wartete, und dann ging es weiter zum Treffpunkt in Peiting. Das Wetter meint es gut mit uns, Sonnenschein und blauer Himmel. Wie heißt es so schön – wenn Engel reisen! Dort trafen wir die anderen Teilnehmer. Acht Capri waren am Start. Ein herzliches Hallo untereinander gab einem das Gefühl, dazuzugehören und es entstand auch gleich erstes Fachsimpeln.
Bei einem gemeinsamen Frühstück wurde uns von Toni der Ablauf, die Haltepunkte und die Strecke erklärt, jedes Team bekam ein Roadbook mit detaillierten Angaben. Eine super Vorarbeit war hier geleistet worden.
Nach dem Frühstück ging es dann zur ersten Etappe über 15 Kilometer zum Fotohalt auf dem Hohen Peißenberg. Die Capri wurden zum Gruppenbild aufgestellt. Naja, die Teilnehmer durften auch mal mit drauf. Danach das kleine Reststück hinauf, wo sich die älteste Wetterstation Deutschlands befindet. Dem Betrachter eröffnet sich ein phantastischer Panoramablick zum Ammersee, Starnberger See und im Hintergrund ist auch das Kloster Andechs zu entdecken.
Capri vor Kulisse - das möchte doch wirklich jeder ablichten...
Die Capri auf dem Hohen Peißenberg.
Die Capri in den oberen Serpentinen des Auerbergs.
Fabelhafte Fahrt für die Teilnehmer am diesjährigen Ausflug des Capri Team Weilheim-Schongau.
Der Auerberg ist ein Klassiker
Über 94 Kilometer folgte dann die zweite Etappe. Ziel war der Auerberg, ein historischer Rennort. Vorbei an urigen Dörfern, weidenden Kühen und immer wieder der herrliche Blick zu den umliegenden Bergen. Die Straßenführung war genial für unsere Capri. Enge Kurven, Steigungen und schöne Serpentinen, da war bei allen die Freude ins Gesicht geschrieben. Das Auerbergrennen war ein Bergrennen für Autos und Motorräder, das in der oberbayerischen Gemeinde Bernbeuren von 1967 bis 1987 jährlich von der Renngemeinschaft Auerberg, den Motorsportclubs Kaufbeuren, Marktoberdorf und Schongau veranstaltet wurde. Der Berg, auch „Schwäbisches Rigi“ genannt, ist seit 2017 Schauplatz der Auerberg-Klassik, in erster Linie für Motorräder.
Am Auerberg gab es die Möglichkeit für Speis und Trank, Plätze waren für uns reserviert. Die Jakobs-Kapelle, oberhalb der Gaststätte gelegen, war für einige Teilnehmer Anlaufpunkt und mancher kletterte bis hoch auf den Turm. Andere nutzten die Zeit bis zur Weiterfahrt mit Benzingesprächen.
Dann hieß es Einsteigen zur dritten Etappe mit 58 Kilometern. Auf den Serpentinen unterhalb der Gaststätte wurden die Autos nochmal durch Aktuell-Redakteur Marc Keiterling fotografiert, der die Capri während der gesamten Ausfahrt immer gut in Szene setzte. Runter ins Tal und wieder Richtung Oberbayern, auf den letzten Kilometern hat es dann leider doch noch angefangen zu regnen. Dies minderte allerdings keinesfalls die Stimmung der Fahrer und Beifahrer.
Alle Capri haben durchgehalten und so kamen wir am Ziel, dem Parkplatz von Ollis Schnaidbergstuben an, wo wir uns vor dem Regen unterstellten, um uns zu verabschieden. Alle waren gut gelaunt, fanden die Ausfahrt klasse und bedankten sich für die tolle Arbeit und Ausarbeitung durch Toni. Eine weitere Ausfahrt wurde von allen begrüßt.
Wir Franken sind noch eine Nacht auf dem Campingplatz geblieben und haben den Tag noch einmal Revue passieren lassen. Am Sonntag hieß es dann Abschied nehmen von Oberbayern, zurück ging es nach Mittel- und Unterfranken mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck.
Resümee unsererseits: der Tag war ein Erfolg auf ganzer Linie, man lernt sich kennen beziehungsweise besser kennen. Man kann viel aus den Gesprächen mitnehmen und bei offenen Fragen, die den eigenen Capri betrafen, hat man Hilfe oder Tipps bekommen. Ein gemeinsames Hobby verbindet und füllt dieses Hobby so richtig mit Leben. Wir fiebern schon einer nächsten Ausfahrt entgegen, ob in einer Gruppe oder mit dem eigenen Urlaub verbunden. So kamen die Franken nach Oberbayern - „Schee wor`s!“
[Text: Kathrin & Ewald Rümler - Fotos: Sandra & Harald Handke, Anton Feßler & Marc Keiterling]













